Zu den siegreichsten Spider-Piloten gehörte natürlich auch der Altvater in Sachen NSU-Tuning, Siegfried Spiess, der den Renn-Spider besonders beiBergrennen erfolgreich einsetzte.
Für Bodo Kositzke ist der kleine Renner ein alter Bekannter. Der Kfz-Meister hatte als junger Geselle in den 60er Jahren bei einer NSU-Werkstatt den Spider bereits ausführlich kennengelernt. Die Erfahrungen waren damals natürlich nicht nur positiv. ,,Die Kunden meckerten permanent und irgendwie auch zu Recht", erinnert er sich heute. Doch heutzutage sind Probleme, die der Spider aufwirft, Anreiz, dem eigenen Pioniergeist freien Lauf zu lassen. Der Spider ist ein Fahrzeug für Leute, die auch selbst mal ein Spezialteil anfertigen können. Er setzt seinen Spider auch heute noch häufig bei historischen Rennen ein. Die ersten Einsätze verliefen denn auch nicht ohne Probleme. Mal löste sich eine Ölleitung, mal war trotz größerem Kühler und stärkerer Wasserpumpe, die einfach zu hochtourig lief, das Kühlsystem hoffnungslos überfordert. Abhilfe brachte eine vergrößerte Riemenscheibe. Der Öl-Wasser-Gegenstrom-Wärmetauscher wurde durch einen Luft-Öl-Kühler unter dem Wagenboden ersetzt. Am häufigsten machten jedoch die Bremstrommeln Ärger. Sie brachen einfach weg, die Bridgestone-Pneus der Dimension 175/70 hatten einfach zuviel Haftung, deshalb geht er jetzt mit 155/70 R12 an den Start. Fahrwerksmäßig vertraut der Wankel-Fan auf einstellbare Koni-Dämpfer rundum.
Das Kernstück seiner Rarität brachte die Firma Rotech mittels
umfangreicher Arbeiten auf 80 PS. Die werksvorbereiteten Wagen brachten
es damals auf über 100 PS. Wenn man bedenkt, daß der kleine
Motor im Rennbetrieb Drehzahlen zwischen 10000 und 12000 Touren wegstecken
muß, wird klar, daß herber Verschleiß vorprogrammiert
ist, doch der zweite Motor hält nach der Überwindung der Anfangsprobleme
seit langem problemlos.

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