(Unser sehr fleißiges Clubmitglied Gerhard Geiling schrieb den nachfolgenden gesonderten Artikel "Ein Besuch bei Wankel Rotary in Korb" im Journal über den eigentlichen Besuch des Welt Wankel-Zentrums und müßte daher hier eingefügt werden !)
Entgegen der Absicht, gemeinsam im Wankel-Konvoi Richtung Neckarsulm zu fahren, entschieden wir uns für den Einzelkampf (durch den sehr starken Berufsverkehr) !
Früher oder später hatten alle das Ramada-Hotel in NeckarSUlm gefunden. Groß ausruhen war nicht ´drin, denn in der Besenwirtschaft Bauer wollten wir uns zum ersten gemeinsamen geselligen Abend treffen und das Wiedersehen genießen. Dies gelang in vollem Umfang ! Unser Organisator Dietmar Sauer und seine Frau hatten uns im Griff, spätestens aber ab dem Moment, als er pro Tisch eine köstliche Flasche Wein aus Anlaß seines 41.Geburtstages spendierte !
Der Samstag war der "Haupttag" für alle NSU-Aktivitäten. Das
Verkehschaos rund um das Pichterichgelände war anhaltend perfekt,
denn die Audi AG und alle NSU-Vereine hatten kräftig die Werbetrommel
gerührt, um auf das Jubiläumstreffen aufmerksam zu machen.

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Die NSU GmbH hatte ein großes Festzelt aufbauen lassen, in dem ständige Bewirtung erfolgte. Auf dem Platz gab es Ersatzteilangebote jeder NSU-Art. Vom schwarz lackiertem Fahrrad über die Quickly bis zum RO 80 in allen Farben und Ausstattungen war alles zu sehen. Mittags reihten sich alle Erscheinungen von NSU auf, um an der gemeinsamen Ausfahrt durch das Neckarland teilzunehmen. Alle Mitfahrenden waren genau so begeistert wie die vielen Tausend Anlieger der Strecke (oftmals bei NSU g`schafft !) oder die Besucher, die hier und da mit ihrer Kamera am Straßenrand lauerten.
Das Gruppenfoto gestalteten dann hauptsächlich die Zweiradfahrer, die mit Ihren Fahrzeugen eine große 1 2 5 aus Anlaß des Jubiläums formten. - Dahinter standen alle PKW-Modelle, darunter auch ca. 20 Spider unserer Clubmitglieder. Einer war darunter, der sich noch im Aufbau befand und deshalb ein wenig skelettiert aussah.
Die restlichen knapp 10 Spider blieben auf dem Festplatz zurück,
damit sie dort von den Besuchern auch begutachtet und bewundert werden
konnten. Auch der Verkauf von Displayartikeln und Ersatzteilen unseres
Clubs ging auf dem Platz weiter.

Das spätsommerliche Wetter spielte aber auch in Neckarsulm mit und keiner wurde naß !
Abends trafen wir uns im Hotel Ramada zum gemeinsamen Abendessen. Unser Vorsitzende Mike Fabritius empfing und begrüßte auch einige Neumitglieder, die in diesem Journal näher vorgestellt werden. Ein großer Dank ging natürlich an die Organisatoren vor Ort, an Herrn Goldhammer aus Spanien, der so manche Hemmschwelle bei einigen Spiderfahrern aufgehoben hatte, weil er den weiten Weg problemlos schaffte; und an unser langjähriges Clubmitglied Horst Schultz, der mit seinen außerordentlich gelungenen NSU-Veteranen wohl das i-Tüpfelchen in Sachen Technik, Nostalgie und Ausstellung gesetzt hatte. (siehe auch nachfolgenden Bericht: Einer, der sich an Autos rantraut !) Der Vorsitzende übergab kleine Geschenke als Dank für diese Leistungen. Erstmals wurde auch das Holzspidermodell als Wanderpokal für ein Herbsttreffen an Fam. Sauer überreicht.
Zugegeben, die Akustik in dem langgezogenem Restaurant war schlecht, als es darum ging, die kürzlich erworbenen Spider-Ersatzteile zu verlosen und die Auserwählten durch unseren Ersatzteilwart Michael Clauß bekanntzugeben. Der Erlös daraus konnte sich aber durchaus sehen (und zählen) lassen, denn somit können unter anderem Nachfertigungsaktionen für Spiderteile finanziert werden, die nicht mehr auf dem freien Markt oder sonstwo zu bekommen sind !!
Gegen 21 Uhr trafen sich die meisten von uns wieder im Festzelt, denn Herr Trunzer und Herr Plagmann von der NSU GmbH hatten einen bunten Abend versprochen. - Die Bühne war aufgebaut und das Zelt war voll. Leider störten die ‚Audi'-Fähnchen als vordere Bühnenabsperrung ziemlich die freie Sicht, als dort oben so dies und das passierte. Das gesamte Team der NSU-GmbH stellte sich vor. Herr Trunzer dankte im besonderen den ansässigen schwäbischen NSU-Club-Mitgliedern, die zum Gelingen des Treffens auf dem Pichterich alles nötige geleistet hatten. An dieser Stelle auch nochmals von uns: "Dankeschön !"an die Vorsitzende des NSU Clubs Deutschland e.V. Michaela Stenzel, frischvermählt mit weiterem Helfer und Teamchef Jochen Kemmler. Durch sie bekamen alle zuvor angemeldeten Spider-Mitglieder eine schöne, auf rustikal getrimmte NSU Erinnerungsplakette (siehe Fotoseite mittig unter dem weißen Spider).
Apropos rustikal: Zwei Herren wurden auf der Bühne vorgestellt, die schon viele Jubiläen gefeiert hatten. Der eine im Nadelstreifenanzug war Italiener, 85 Jahre alt und lenkte seinen 40 Jahre alten NSU Prinz II eigenständig in Prinzens Geburtsstadt. Der andere -leider bei mir nicht mehr so im Gedächtnis- war der damalige Rennleiter oder Entwicklungschef der NSU Renn-Fox aus den 50er Jahren, der auch für seine damaligen Leistungen und die Rennerfolge geehrt wurde.
Eine tanzdynamische Jugendgruppe führte Darbietungen aus dem Musical Grease auf, und damit kamen die jungen Nachfolge-NSU-Fahrer auch auf ihre Kosten.
Am längsten hat aber die Krawazi Jazzband Villingen durchgehalten, die auf Wunsch alles spielten -und auch alles spielen konnten- was so möglich war. - Die Nacht war kurz !
Am Sonntagmorgen lud uns unser Clubmitglied Horst Schultz exclusiv zu einem Rundgang seiner Sonderausstellung im Audi-Werk am Tor 1 ein.

(s. auch Bericht: "Einer, der sich an Autos rantraut")
Was dann noch an Zeit übrig blieb: Besichtigung der Audi-Produktionshallen, der historischen Ausstellung: wie alles begann: Von der Strickmaschine über NSU bis zum Audi A 8 Aluminium. Es war phantastisch ! (s. Fotoseite v. G. Geiling) Auch das Zweiradmuseum lud zum Verweilen und Staunen ein. Alles konnte von uns leider nicht geschafft werden! Es war ein großes Angebot, jeder mußte für sich entscheiden, was ihm oder ihr wichtig war ! Das Wochenende hatte schon fast Messe-Charakter, niemand konnte alles schaffen. Die nächsten Treffen werden wieder ruhiger. Versprochen !!
rueckb125.htm (Vers. 31.12.98 Ge)